Die Strecke
Die Liliputbahn wird im Einrichtungsbetrieb gegen den Uhrzeigersinn (Rechtsverkehr) befahren. Ausweichen oder Gleisverbindungen sind nicht vorhanden. Aus diesem Grund gibt es auch eine sehr einfache Betriebsabwicklung mit Fahren im Zeitabstand ohne Streckenblock und Fahrdienstleiter. Die Weichen im Remisenbereich sind von Hand betätigte Feldbahnweichen mit Gelenkzungen und Stellgewicht.
Streckenlänge: 3,9 km Rundkurs
Stationen: 4 (Prater Hbf., Schweizerhaus-Luftburg, Rotunde, Stadion)
Spurweite: 381 mm (15")
kleinster Bogenhalbmesser: 25m
größte Neigung: 14 ‰
Schienentype Vignol: S10
Schienentype EK: Ri59
Schwellen: Holz und Beton
Die Lokomotiven
Die Liliputbahn im Prater ist eine der wenigen Eisenbahnen Europas, die noch Dampflokomotiven im Planverkehr einsetzt. Da es sich bei den über 80 Jahre alten Maschinen um wertvolle Museumsstücke handelt, beschränkt sich deren Einsatz aber auf Tage mit starkem Publikumsandrang, also Wochenenden oder Veranstaltungstage. Aber auch die Diesellokomotiven sind bereits sehenswerte Oldtimer - sie sind übrigens alle für den Betrieb mit Pflanzenöl bzw. Altspeiseöl umgerüstet. » mehr dazu
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Da 1 (grün)
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D 11957 Gebus, Wien Achsfolge: B'2' Die gesamte Maschinenanlage samt dem Fahrersitz befindet sich am vorderen Drehgestell. Der Lokführer bewegt sich daher während der Fahrt gegenüber dem Wagenkasten. |
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D 21961 Schreiner & Söhne, Wien Achsfolge: 2'C1' Ursprünglich Dampflok Da 3 (baugleich Da 1 u. Da 2), wegen schadhaftem Kessel 1960/61 zu einer Diesellok umgebaut. Häufig für Verschubarbeiten eingesetzt. |
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D 31964 Rudolf Bauer / Schreiner & Söhne, Wien Achsfolge: 2'B2' An die Donauparkbahn geliefert, später in den Prater überstellt. Außergewöhnliche Fahrwerkskonstruktion mit vorlaufendem Drehgestell, querverschieblicher vorderer Triebachse und Schleppdrehgestell hinten. |
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D 41967 Tobisch, Wien Achsfolge: B'B' Ursprünglich Donauparkbahn, später in den Prater überstellt. Wegen konstruktiver Mängel 1990 abgestellt. 2010 nach umfangreicher Modernisierung wieder in Betrieb genommen. |
Die Waggons
Zusammen mit den Dampflokomotiven wurden 1928 bei der Waggonfabrik Görlitz Wagengarnituren beschafft, welche aus je 6 Waggons mit Jakobsdrehgestellen (gemeinsames Drehgestell für zwei benachbarte Wagen) bestehen. Die Aufbauten aus Holz wurden im 2. Weltkrieg komplett zerstört und anschließend wieder aufgebaut. So sind vier dieser Garnituren nach neuerlicher Sanierung auch heute noch im Einsatz. Drei davon wurden außerdem bereits mit Mehrzweckabteilen für Rollstühle und Kinderwagen ausgestattet, in einem Zug gibt es auch einen "Speisewagen" mit Polstersitzen und Tischen. Alle Wagengarnituren besitzen eine Druckluftbremsanlage, welche von der Lok aus bedient wird. Die Kupplung zur Lok ist eine automatische Mittelpufferkupplung Bauart Scharfenberg.
Garnitur "Manner rosa": 88 Sitzplätze mit 3 Mehrzweckabteilen und "Speisewagen"
Garnitur "Manner blau": 92 Sitzplätze mit 3 Mehrzweckabteilen
Garnitur "rot/gelb": 92 Sitzplätze mit 3 Mehrzweckabteilen
Garnitur "gelb": 96 Sitzplätze (Aufbauten aus Stahl, daher Spitzname "Eisengarnitur")
Länge einer Garnitur aus 6 Einzelwagen: 36 m, Masse leer / voll besetzt: 6 / 13 t








